EVO 25.05
Evolution — Renovierung
Der EVO-Standard (Evolution) zertifiziert die Berücksichtigung der Biodiversität bei Wohnungsrenovierungen. Er fördert Projekte, die bestehende Gebäude durch die Integration der Natur als strukturierendes Element transformieren.
Anwendungsbereich von EVO 25.05
Der Standard EVO 25.05 richtet sich an Wohnbauprojekte – umfassende Sanierungen, Umgestaltungen von Grundstücken, Umstrukturierungen –, die einen Ansatz zur Berücksichtigung der Biodiversität verfolgen. Er ersetzt den Standard REN20-001 (Renovierung) der Fassung von 2020, der am 1. Januar 2026 seine Gültigkeit verlor.
Die Sanierung eines bestehenden Gebäudes bringt Einschränkungen mit sich, die bei Neubauten nicht auftreten: feste Grundfläche, unterirdische Leitungen, vorhandener Baumbestand, der erhalten oder kompensiert werden muss. Das EVO-Programm (Environmental Value Optimization) passt die Anforderungen von Effinature an diesen Kontext an, indem es die im Vergleich zum ursprünglichen Zustand des Standorts erzielten Biodiversitätsgewinne hervorhebt.
EVO 25.05 in Kürze
- Target Residential Renovierungen: Sanierung, Umbau, Restrukturierung
- Bewertung der Entwurfsphase (finale Ausschreibungsunterlagen) + Vor-Ort-Besichtigung bei Lieferung
- Vorgehensweise: Der Biodiversitätsgewinn wird im Vergleich zum Ausgangszustand des Standorts gemessen.
- Preis: Ab 7.500 € zzgl. MwSt. (≤ 2.500 m²) + 0,76 €/m² danach
- Erweiterung kompatibel mit HVE-Zusatzstoff (hoher ökologischer Wert).
Die spezifischen Herausforderungen für die Biodiversität bei der Sanierung
Bei Renovierungen bestehen spezifische Herausforderungen für die Biodiversität, die im Rahmen des EVO-Ansatzes anders angegangen werden als im Rahmen des NCO-Ansatzes ( Neubau ).
Bestandsaufnahme: Vor jeglichen Eingriffen verlangt die EVO eine ökologische Bewertung des Geländes. Bemerkenswerte Bäume, vorhandene Nistplätze, geschützte Arten – diese Elemente müssen identifiziert und im Sanierungsprojekt berücksichtigt werden.
Erhaltung und Ausgleich: Anders als bei Neubauten, die oft auf einem unbebauten Grundstück beginnen, muss bei Sanierungen der Erhalt der bestehenden Vegetation mit den technischen Gegebenheiten der Baustelle in Einklang gebracht werden. Die Umwelt- und Berufsberatung (EVO) bewertet die Qualität dieses Ausgleichs und fördert Ausgleichsmaßnahmen, wenn Rodungen unvermeidbar sind.
Bodensanierung: Die Sanierung bietet Möglichkeiten zur Bodensanierung – Entfernung von Asphalt, Anlage von Mulden, Wiederherstellung von Freiflächen. Das EVO-Programm (Umwelt- und Berufsbildung) fördert diese Maßnahmen, die direkt zu den ZAN-Zielen (Netto-Null-Versiegelung) beitragen.
Baukultur und Tierwelt: Alte Gebäude bieten oft Arten (Fledermäuse, nachtaktive Greifvögel, Mauersegler) Schutz, deren Lebensräume geschützt sind. Die Umweltbehörde (EVO) prüft, ob das Sanierungsprojekt vorschriftsmäßige Erhaltungs- oder Umsiedlungsmaßnahmen beinhaltet.
EVO und soziale Vermieter
Sozialwohnungsanbieter verwalten einen alternden Wohnungsbestand, dessen Sanierung eine große Herausforderung darstellt – sowohl im Hinblick auf Energieeffizienz (Klima- und Resilienzgesetz) als auch auf die Umweltauswirkungen. Das EVO-Rahmenwerk trägt dazu bei, die Integration von Biodiversität in Sanierungsprogramme zu strukturieren und zu fördern.
CSRD ( unterliegen , liefert die Effinature EVO-Zertifizierung geprüfte und nachvollziehbare Daten zum Biodiversitätsanteil ihres Immobilienportfolios. Diese Daten fließen direkt in die von der Richtlinie geforderten ESRS-E4-Datenpunkte ein.
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EVO-Zertifizierungsprozess
1. Erstprüfung (DCE)
Analyse der Konsultationsunterlagen. Überprüfung, ob die Verpflichtungen zum Schutz der biologischen Vielfalt den Ausgangszustand des Geländes und die Einschränkungen des bestehenden Gebäudes berücksichtigen.
2. Abschließende Bewertung (Design)
Eine umfassende Bewertung in sechs Handlungskategorien, speziell zugeschnitten auf den Sanierungskontext. Der Bericht misst den Biodiversitätsgewinn zwischen dem Ausgangszustand und dem Projekt.
3. Vor-Ort-Inspektion (Lieferung)
Besichtigung vor Ort bei Lieferung. Überprüfung der ordnungsgemäßen Umsetzung: Erhaltung der Bäume, Entsiegelung, Schaffung von Lebensraum für Wildtiere, Anpflanzung.
4. Zertifizierungsprüfung und Entscheidung
Der vollständige Antrag wird einer unabhängigen Prüfung unterzogen. Die Zertifizierungsentscheidung trifft der Präsident von IRICE gemäß Verfahren 02. Die Zertifikatserteilung erfolgt nicht automatisch, sondern ist an die Einhaltung der Normenanforderungen geknüpft.
Häufig gestellte Fragen — EVO
EVO 25.05 ersetzt REN20-001 (Sanierung) ab dem 1. Januar 2026. Die Version von 2025 enthält strengere Kriterien für die Bodenentsiegelung und den Erhalt der Tierwelt in bestehenden Gebäuden. Projekte, die vor dem 1. Januar 2026 unter REN20-001 registriert wurden, behalten ihre ursprünglichen Standards.
Ja. Der EVO-Standard ist mit allen Stufen der energetischen Sanierung kompatibel. Er ist besonders relevant für Niedrigenergie-Gebäudesanierungen, die die Gebäudehülle und die Außenbereiche verändern, da diese Arbeiten die Biodiversität des Standorts direkt beeinflussen.
Die EVO bewertet die Strategie zur Erhaltung des Baumbestandes. Müssen Bäume aus technischen Gründen gefällt werden, prüft das Rahmenwerk, ob Ausgleichsmaßnahmen geplant sind: Wiederaufforstung mit einheimischen Arten, Schaffung neuer Lebensräume und Wiederverwendung von Totholz.
Ja. HVE (Hoher Umweltwert) ist ein Zusatz, der für alle Effinature-Standards, einschließlich EVO, gilt. Mehr über HVE erfahren →
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